Gemeinsam für eine starke Seniorenpolitik in Gunzenhausen

Gruppenfoto des Seniorenbeirats

Der demografische Wandel stellt die Stadt Gunzenhausen vor große Herausforderungen. So wird der Anteil der über 65-Jährigen in den kommenden zehn Jahren auf rund 30 Prozent an der Gesamtbevölkerung steigen. Schon heute leben 4.197 Menschen dieser Altersgruppe in Gunzenhausen, bis 2035 werden es voraussichtlich mehr als 5.100 sein. Aus diesem Grund arbeitet der Seniorenbeirat der Stadt Gunzenhausen gemeinsam mit der Stadtverwaltung an einer stärkeren und zukunftsorientierten kommunalen Seniorenpolitik.

Der Fokus soll auf gesellschaftlicher Teilhabe und aktiverer Beteiligung älterer Menschen liegen. „Eine erfolgreiche Seniorenpolitik entsteht nur unter Einbindung aller Parteien“, betont Thomas Thill, Vorsitzender des Gunzenhäuser Seniorenbeirats. „Seniorinnen und Senioren sollen nicht nur Betroffene, sondern engagierte Mitgestalter einer lebendigen Stadtgesellschaft sein.“

Um dieses wichtige Ziel zu erreichen, setzt der Seniorenbeirat gemeinsam mit der Stadt unter anderem auf die Fortführung der „Runden Tische für Seniorenarbeit“, eine engere Vernetzung aller kommunalen Akteure sowie auf eine umfassende Seniorenbedarfsplanung. Ergänzend sollen zielgerichtete Bürgerveranstaltungen und Befragungen helfen, die tatsächlichen Bedürfnisse der älteren Generation gezielt zu erfassen.

In Gunzenhausen gibt es bereits zahlreiche Angebote wie Seniorencafés, Spielnachmittage oder Ausflüge. Im Zuge des demografischen Wandels und der zunehmenden Einsamkeit sowie sozialen Isolation vieler älterer Menschen sollen diese Programme weiter ausgebaut werden. Besonders im Fokus sind diejenigen, die sich aus eigener Kraft kaum noch am gesellschaftlichen Leben beteiligen, sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen.

Mit dem Eintritt der geburtenstarken Babyboomer-Generation in den Ruhestand wird sich diese Entwicklung weiter verstärken, denn die Erwartungen an ein aktives, selbstbestimmtes Leben im Alter sind gewachsen. Deshalb ist die Einbindung dieser Generation für die zukünftige Ausrichtung der Seniorenarbeit besonders wichtig.

„Ein zukünftiges Projekt könnte die Einrichtung eines niederschwelligen Seniorenbüros und eines Seniorentreffpunktes sein, erklärt Thomas Thill. „Hier wird es auf geeignete Standorte ankommen.

Darüber empfiehlt der Seniorenbeirat die Einführung eines seniorengerechten Quartierskonzepts, wie es bereits in rund 120 Kommunen in Bayern umgesetzt wird. Zur Erklärung: Das Konzept wird unter Beteiligung des Seniorenbeirats gemeinsam mit Kommunalpolitikern, Bürgerinnen und Bürgern entwickelt und kommt allen Generationen zugute. Durch Beratungs-, Begegnungs- und Unterstützungsangebote werden soziale Teilhabe und nachbarschaftliches Miteinander gefördert. Ziel ist es, den sozialen Nahraum so zu gestalten, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig in ihrem vertrauten Umfeld leben können. Dabei stehen die Bereiche Wohnen und Grundversorgung, Unterstützung und Pflege sowie Beratung und soziale Netzwerke im Mittelpunkt.

Nähere Informationen zum Gunzenhäuser Seniorenbeirat finden Sie unter www.gunzenhausen.de/seniorenbeirat.html.

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